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Steirischer Brotzeit Abend (15.12.2004)

Eine kleine Runde und ein Haufen zu essen – vorweihnachtliche
Schlemmerrunde.

Diesmal kochten wir in einem etwas größerem Rahmen (ca. 10) und zwar war das
Herzstück der Tafel ein steirischer Rindsalat. Nachdem ich meinen Freund
from Austria den Güni schon im November in Graz besucht hatte und von da
ein Kernöl oder –öeul oder so (Lautsprache) mitgebracht hatte, stand dem
ganzen zumindest von dieser Seite her nichts im Wege.

Ich glaub ja persönlich, dass ich irgendwann in meiner Kindheit hungern hab
müssen, vielleicht ist die Fressgier auch genetisch bedingt, immerhin ist
eine meiner Großtanten beim Weihnachtsessen an einem Semmelknödel erstickt
oder was weiss ich, jedenfalls entbehre ich jeglicher Fähigkeit Essensmengen
einzuschätzen.... Jedenfalls sah unser Menü am Ende - und da hat mich der
Mori und zum Schluss sogar die Verkäuferin beim Metzger Wachter noch
gebremst- so aus.

1. Eine Brotzeit mit Obatzdem, mit aufgeschnittenem kalten Schweinebraten,
mit Käse, mit Eiern, mit einem kalten Knödelsalat, mit ganz frischem Brot
von der Hofpfisterei, mit verschiedentlichen Salaten (Tomaten usw.)

Exkurs: Absolute Serie A vor allem auch im Sommer im Biergarten ist der
Salat aus kalten Knödeln. Da macht man einfach Semmelknödel – idealerweise
am Abend davor, und lässt die auskühlen. Dann werden die angemacht mit viel
Zwiebeln (ganz ganz klein schneiden)und mit Essig und Öl, Salz, Pfeffer
angemacht. Man kann hier gut balsamico Essig nehmen - klassischer ist’s
natürlich anders- ein Renner auf jeden Fall.

2. In der Zwischenzeit hab ich die 2 kg Tafelspitz im Wasser ca. 21/2 h
gekocht, so dass die schön weich waren. Aus der Suppe (vorher natürlich
abgeschmeckt- man kann auch Brühe nehmen, obwohl wirs nicht gebraucht haben)
raus und sie dann mit, zugegebenermaßen gekauften, Pfannkuchen (Fritatten)
zusammen serviert- schon allein wirklich gut. Saulässig bisschen klein
geschnittenen Schnittlauch drüber.

3. Der Rindsalat selbst. Eigentlich auch sehr einfach. Den Tafelspitz in
kleine, dünne Scheibchen und Stückchen schneiden-So Fetzen halt 1/3 bis ¼
der Scheibe ca 2-3 mm dick. Hier braucht man ein wirklich scharfes Messer.
Dann auskühlen lassen-besser noch vorher auskühlen lassen, dann schneidet
sich’s besser dauert aber auch länger. Mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig
Altmeister und dem legendären Kernöl anmachen. Ein Gedicht.


4. Dann fings an wirklich bitter zu werden, weil ich noch für jeden eine
Scheibe Kassler mit Kraut gekauft und gemacht habe und dazu dann noch
Speckknödel.vom „Mori Knödlgott Mori“...ok paar ham noch davon probiert.

5. Dann gabs noch das absolut geilste, nämlich den Apfel- und Topfenstrudel
von der Marie, aber das Rezept muss ich erst noch in Erfahrung bringen. Is´
glaub ich irgendein Familiengeheimnis...

Dazu gab’s einen Rotwein und wirklich sauguten Schnaps vom Herrn Eibel
mitgebracht.

Guten Appetit und viele Grüße
Nitschko

 

   
 
 
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