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Rehragout

Lieber Leser,

stellen Sie sich vor es ist Herbst und Sie haben einen Bekannten, der is Jäger. Und Sie treffen sich zufällig mit diesem und er erzählt Ihnen was für ein super Fleisch er für Sie hat.

Nämlich keinen so schnöden Rehrücken oder Keule, nein dieses Jahr zur Wildsaison gäbe es einen Wildschweinferkelbraten.

Nun stellen Sie sich weiter vor, Sie hätten eine Kochgruppe und erzählen es da auch jedem, so dass das Ganze eine Woche lang Gesprächs- und Skypestoff gibt.

Und dann fahren Sie raus ins Umland, die vom Dr. beschaute SAu zu holen und die Frau von dem Bekannten vergreift sich und gibt Ihnen keinen Wildschweinferkelbraten, sondern eine Rehkeule!

Können Sie sich dieses Fiasko vorstellen?

Jedenfalls waren die Startbedingungen für dieses Rehragout denkbar schlecht, das Ragout war aber sehr gut und das obwohl wir es nicht einlegen konnten und drum find ich das Rezept recht überzeugend.

Fleisch waschen und trockentupfen!

Also am Besten legt man natürlich den Braten, die Keule, am Abend vorher ein. Gern so, wie sie es beim Böfflamott finden.

Sollten Sie keine Zeit haben, dann schneiden Sie die Keule klein. So ca. 4 cm Würfel oder wie Sies halt mögen.

Dann braten Sie sie in Ihrem Bräter an. Also schön heiss Fett. Fleisch drauf anbraten.

In einer ExtraPfanne kommt das gewürfelte, nicht zu klein, Gemüse rein. Es wird hier angebraten. Wir hatten ziemlich ordinäres Suppengemüse. Es gab Differenzen bezüglich des Sellerie. Es braucht ihn nicht unbedingt.

Dieses Gemüse schön anbraten. Das gibt Geschmack.

Dann zum angebratenen Fleisch in die Reine.

Mit Gemüsebrühe (gibts auch ohne Glutamat im Bioladen) soweit aufgiessen, dass Fleisch bedeckt. Immer wieder bisschen Rotwein dazu.

Deckel druff, Köcheln lassen. Ab und an kann Rotwein rein. Nicht in der letzten halben Stunde und nicht zu viel.

Das ganze kann man im Bräter auf der Platte oder im Rohr machen.

Das Rohr sollte dann 180 grad haben und vorgheizt sein. Das Ganze soll leicht köcheln nicht kochen!

Ca 30 min vor Schluss, also nach ca 1,5 h, sollte man einen Wildfonds hinzugeben. Je nachdem von wo man das Fleisch hat kriegt man den handgemacht oder eben industriell gefertigt.

Ca 30 Min vor Schluss ein paar, ca.1-2/500gr Fleisch Wacholderbeeren rein und ein Lorbeerblatt.

Raus und abschmecken. Wenn die Sosse zu flüssig ist, dann Mondamin Sossenbinder für dunkle Sossen verwenden. Abschmecken. Salz. Pfeffer. Was man gern mag.

Dazu Preisselbeeren. Die hatten wir vergessen, drum ham wir Birnen in Scheiben geschnitten und die mit karamellisiertem Zucker in der Pfanne warmgemacht. Dann auch noch flambiert. War recht gut.

Beilagen Semmelknödel, Spätzle, Reis, Nudeln. Wir hatten uns ganz verwegen Gnocchi überlegt, aber dann doch auf die Semmelknödel zurückgegriffen.

 

Guten Appetit

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